Holz, Möbel und Türen entlacken, ohne das Holz anzugreifen
Beim Entlacken von Holz geht es fast nie um die Geschwindigkeit, sondern um die Frage, ob das Holz darunter den Vorgang übersteht. Eine gründerzeitliche Tür, eine Kommode mit Furnier oder ein Fensterrahmen verzeihen wenig, und aggressive Mittel hinterlassen aufgeraute, ausgebleichte oder verquollene Oberflächen.
Greift Colour-Ex das Holz an
Nach dem, was unsere Kunden berichten, nicht. Eine Rückmeldung ist so knapp wie eindeutig: klappt super, greift das Holz nicht an, gerne wieder. Trotzdem gilt bei jedem alten Stück dieselbe Regel wie bei Metall: an einer verdeckten Stelle testen, bevor du die Schauseite behandelst.
Worauf du achten musst
Erstens Furnier. Zu lange Einwirkzeit und zu viel Wasser beim Abwaschen sind die zwei Wege, einen Leim unter dünnem Furnier zu lösen. Arbeite in kurzen Durchgängen und nimm das gelöste Material mit dem Spachtel ab, statt zu fluten. Zweitens Profile und Kehlen. Bei einer Kassettentür sitzt der Lack in den Ecken am dicksten und läuft dir dort gleichzeitig am stärksten weg. Dort arbeitest du gezielt nach, statt die ganze Tür ein zweites Mal zu streichen. Drittens Beizen und Farbstoffe, die unter dem Lack im Holz sitzen. Die gehen mit ab, und das Ergebnis kann heller ausfallen als erwartet.
Im eingebauten Zustand
Der größte praktische Vorteil ist, dass du nichts ausbauen musst. Ein Kunde hat eine zwei Quadratmeter große Tür im eingebauten Zustand entlackt und ausdrücklich betont, dass er das schwere Teil nicht ausbauen musste. Das setzt voraus, dass du den Boden abdeckst und das gelöste Material auffängst, spart dir aber den ganzen Tag Aus- und Einbau.
Mengen
Eine durchschnittliche Zimmertür hat mit beiden Seiten rund drei bis vier Quadratmeter. Für ein Möbelstück wie eine Kommode reicht in der Regel gut ein Liter. Der Verbrauchsrechner hat beide Fälle als Vorlage hinterlegt.

